Die Mehrkämpferinnen der TuS Metzingen Carla Kussmaul, Mandy Münkle und Anna-Lena Saretzki gewannen am Wochenende in Weingarten mit einem überlegenen Vorsprung vor der TSG 78 Heidelberg und der LG Welfen den Mannschaftstitel im Siebenkampf der Frauen. Spannender machte es Carla Kussmaul in der Einzelwertung. Die 22-Jährige kämpfte bis zum letzten Meter um den Siebenkampftitel bei den Frauen, war mit ihrer Silbermedaille und ihren insgesamt fünf persönlichen Bestleistungen am Ende aber mehr als zufrieden. Kristian Hren wurde im Zehnkampf der Männer guter Fünfter.
Carla Kussmaul startete mit der schnellsten Zeit aller 40 Teilnehmerinnen über die 100m Hürden (14,10 sec.) in ihren Siebenkampf. Im Hochsprung gelang der ehemaligen Hochspringerin mit übersprungenen 1,76 Meter sogar eine neue persönliche Bestleistung, höhengleich mit Leonie Kroter (DJK SG Wasseralfingen). Mit der drittbesten Weite im Kugelstoßen (11,43 m) und einer neuen persönlichen Bestzeit über die 200 Meter (25,36 sec.) übernachtete die TuS-lerin nach Tag eins auf Rang eins. Am Sonntag startete Carla Kussmaul mit 5,55 Meter im Weitsprung nicht ganz wie erhofft in den zweiten Wettkampftag, doch schon im Speerwurf (37,95 m) erzielte die 22-Jährige ihre dritte persönliche Bestleistung und auch über die 800 Meter lieferte sich die TuS-lerin (2:19,94 min.) mit der knapp führenden Leonie Kroter (2:19,46 min./DJK SG Wasseralfingen) ein bis auf die Ziellinie spannendes Rennen um die Meisterschaft und Bestleistung Nummer vier für Carla Kussmaul. Mit starken 5531 Punkten und persönlicher Bestleistung Nummer fünf belegte Carla Kussmaul knapp geschlagen hinter Leonie Kroter (5581 Pkt.) den Silberrang und ist für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Hannover, wo sie noch in der Altersklasse U23 an den Start gehen darf, bestens gerüstet.„Wenn man überhaupt von verlieren sprechen kann, dann hat Carla den Titel heute im Weitsprung weggegeben. Hier wären 20 bis 25 Zentimeter und somit 50 Punkte mehr durchaus möglich gewesen. Carla macht erst seit knapp zwei Jahren Mehrkampf. Ihre Entwicklung ist eine wahre Freude und wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt", so TuS-Trainer Uwe Euchner.
Mandy Münkle startete mit der drittschnellsten Hürdenzeit (14,34 sec.) in ihren Siebenkampf ganz ordentlich. Im Hochsprung (1,64 m) hätte es für die 25-Jährige gerne noch eine Höhe höher sein dürfen und auch im Kugelstoßen (11,05 m) und über die abschließenden 200 Meter (26,29 sec.) des ersten Tages blieb Mandy Münkle etwas unter ihren Möglichkeiten und ging als Viertplatzierte des ersten Tages vom Platz. Zum Auftakt des zweiten Tages kam Mandy Münkle mit ihrem Anlauf nicht zurecht und so musste die sich die TuS-lerin mit 5,38 Meter begnügen. Im anschließenden Speerwurf durfte sich die 25-Jährige indes über die drittbeste Weite (39,66 m) des fast 40-köpfigen Frauenfeldes freuen. Mit 2:27,84 Minuten über die 800 Meter beendete Mandy Münkle ihren Siebenkampf mit 5130 Punkten auf Rang vier.
Anna-Lena Saretzkis Start in ihren Siebenkampf war alles andere als optimal. Nachdem die TuS-lerin beim ersten Startversuch über die 110m-Hürden eine Verwarnung erhielt, war die Verunsicherung eines Fehlstarts zu spüren. Am Ende standen für die TuS-lerin “nur“ 15,45 Sekunden auf der Anzeigentafel. Und auch im Hochsprung (1,44 m) und mit der Kugel (9,40 m) konnte die 26-Jährige nicht ganz an die Leistungen ihres letzten Siebenkampfes anknüpfen. Über die abschließenden 200 Meter musste Anna-Lena Saretzki und die Mitstreiterinnen ihres Laufes wegen eines Fehlers in der Zeitmessung ein zweites Mal ran. Nach einer kurzen Pause lief Anna-Lena Saretzki in 26,12 Sekunden und der elften Zeit zu einer neuen Saisonbestleistung. „Respekt, wie Anna diese Situation gemeistert hat und noch eine so gute Zeit abgeliefert hat", war TuS-Trainer Uwe Euchner beeindruckt. Im Gegensatz zu ihren Teamkameradinnen startete Anna-Lena Saretzki mit einer neuen persönlichen Bestleistung im Weitsprung (5,50 m) in ihren zweiten Wettkampftag und auch im Speerwurf durfte sie sich über eine neue Saisonbestleistung von 33,83 Meter freuen. Die abschließenden 800 Meter lief die 26-Jährige in 2:35,68 Minuten ins Ziel und hatte am Ende als Elfte im Gesamtklassement 4487 Punkte auf ihrem Konto.
Erfreulicher Start für Aileen Türk in ihren Siebenkampf. Mit 16,73 Sekunden über die 100m-Hürden und 1,48 Meter im Hochsprung lieferte die TuS-lerin gleich zum Auftakt zwei neue Bestleistungen ab. Im Kugelstoßen standen am Ende 9,48 Meter, die 200 Meter bewältigte die 25-Jährige am Samstagabend in 28,44 Sekunden. Der Sonntag verlief für Aileen Türk mit 4,58 Meter im Weitsprung, 26,40 Meter mit dem Speer und 2:37,31 Minuten über die 800 Meter eher durchwachsen. Mit insgesamt 3779 Punkten landete die TuS-lerin nach zwei heißen Wettkampftagen auf Rang 22.
33 Punkte weniger auf ihr Siebenkampf-Konto sammelte Inka Renninger (3746 Pkte.) auf Rang 23. Inka startete mit einer Saisonbestmarke über die 100m-Hürden in ihren ersten Mehrkampftag. In ihrer Angstdisziplin, dem Hochsprung, standen am Ende nur 1,28 Meter und auch mit dem Kugelstoßen (9,23 m) war die TuS-lerin am Ende nicht zufrieden. Den ersten Tag beendete Inka mit 27,22 Sekunden über die 200 Meter. Am Sonntag startete die 27-Jährige mit einer neuen Saisonbestleistung im Weitsprung (4,99 m) gut in den zweiten Wettkampftag. Im Speerwurf musste sich die TuS-lerin mit 23,56 m begnügen und zum Abschluss des Meisterschaftswochenende durfte sich Inka noch über eine neue Bestzeit über die 800 Meter (2:31,67 min.) freuen.
Rang fünf für Kristian Hren
Im Zehnkampf der Männer gingen Hürdensprinter Kristian Hren und Julian Ruoff an den Start. Kristian Hren startete mit 11,55 Sekunden und der fünftschnellsten Zeit über die 100 Meter ordentlich in seinen Zehnkampf. Mit der sechstbesten Weite im Weitsprung (6,30 m) blieb er wie über die 100 Meter auch, etwas unter seinen Leistungen seines letzten Zehnkampfes. Mit 10,76 Meter im Kugelstoßen, übersprungenen 1,80 Meter im Hochsprung und 53,14 Sekunden über die abschließenden 400 Meter sammelte der TuS-ler 3228 Punkte und rangierte nach dem ersten Tag auf Rang fünf im Zwischenklassement. Am Sonntag startete der TuS-ler in seiner Spezialdisziplin, den 110m-Hürden (14,93 sec.), mit der schnellsten Zeit in den zweiten Wettkampftag und im anschließenden Diskuswurf standen am Ende 31,21 Meter zu Buche. Im Stabhochsprung scheiterte der TuS-ler am vergangenen Wochenende noch an der 4-Metermarke, mit übersprungenen 3,90 Meter konnte Kristian Hren aber seine Bestleistung einstellen. Mit 39,22 Meter im Speerwurf und 5:01,39 Minuten über die 1500 Meter beendete Kristian die Landesmeisterschaften mit 6147 Punkten auf einem guten fünften Platz.
Julian Ruoff eröffnete seinen Zehnkampf in Weingarten mit 13,03 Sekunden über die 100 Meter, sprang 5,45 Meter Weit und erzielte mit 11,53 Meter im Kugelstoßen die zehntbeste Weite aller Zehnkämpfer. Mit übersprungenen 1,52 Meter im Hochsprung stellte der 30-Jährige seine Saisonbestmarke ein, 59,17 Sekunden über die 400 Meter hingegen bedeuteten für den TuS-ler eine neue Saisonbestmarke über die Stadionrunde. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit über die 110m-Hürden (18,87 sec.) startete der 30-Jährige hoffnungsvoll in den zweiten Wettkampftag. Nach 32,75 Meter im Diskuswurf, folgten im anschließenden Stabhochsprung (3,10 m) und im Speerwurf (50,67 m) zwei weitere persönliche Bestleistungen und sein erster 50m-Wurf mit dem 800 Gramm schweren Wurfgerät. Mit einem couragierten 1500m-Rennen (5:07,81 min.) beendete Julian Ruoff seinen Zehnkampf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 4817 Punkten auf Rang 14. (sieu)